Fechten
Vergiss verstaubte Mantel-und-Degen-Filme – Fechten ist hochmoderner Hochleistungssport, der Athletik mit der Präzision eines Chirurgen verbindet. In Millisekunden triffst du Entscheidungen, während dein ganzer Körper unter Spannung steht und du die Absichten deines Gegenübers entschlüsselst. Es ist ein faszinierendes Duell aus explosiver Schnelligkeit und kühler Taktik, das oft als „Schach mit Muskelkater“ bezeichnet wird.
Tauch ein in eine Welt, in der Eleganz auf pure Dynamik trifft und jeder Treffer ein Triumph des Geistes über die Materie ist.
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Was ist Fechten? – Grundlagen & Faszination
Fechten ist eine moderne Kampfsportart, bei der es darum geht, den Gegner mit einer Stoß- oder Hiebwaffe an gültigen Treffflächen zu berühren, ohne dabei selbst getroffen zu werden. Es ist ein Sport der Extreme: Während die Beinarbeit höchste Ausdauer und Kraft fordert, muss der Oberkörper vollkommene Kontrolle und Ruhe bewahren.
Das Ziel ist simpel, aber fordernd: Du musst schneller denken und handeln als dein Kontrahent. Da die Bewegungen oft so rasant ablaufen, dass das menschliche Auge sie kaum erfassen kann, wird heute mit einer elektrischen Trefferanzeige gefochten. Die Faszination liegt im direkten Duell – Auge in Auge, Maske gegen Maske.
Die wichtigsten Regeln im Überblick
- Die Waffen: Gefochten wird in drei Disziplinen: Florett, Degen und Säbel, die jeweils eigene Trefflächen und Regeln haben.
- Die Planche: Das Gefecht findet auf einer schmalen Bahn statt, die etwa 14 Meter lang und 1,5 bis 2 Meter breit ist.
- Das Treffervorrecht: Beim Florett und Säbel gibt es ein „Angriffsrecht“ – wer zuerst angreift, darf punkten; der Verteidiger muss erst parieren. Beim Degen zählt schlicht, wer zuerst trifft.
- Die Kampfzeit: In der Direktausscheidung geht es meist auf 15 Treffer, unterteilt in drei Drittel zu je drei Minuten.
- Die Punktewertung: Ein Treffer wird durch eine elektrische Signalanlage angezeigt, die über Kabel mit der Waffe des Fechters verbunden ist.
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Ausrüstung & Equipment
Sicherheit steht beim Fechten an oberster Stelle, weshalb die Ausrüstung aus reißfesten High-Tech-Materialien (wie Kevlar) besteht. Ein kompletter Fechtanzug umfasst eine Jacke, eine Hose, einen Unterzieher (Plastron) und lange Socken.
Besonders charakteristisch ist die Fechtmaske aus stabilem Drahtgeflecht, die das Gesicht schützt, aber volle Sicht ermöglicht. Dazu kommen der Fechthandschuh für die Waffenhand und natürlich die Waffe selbst. Je nach Disziplin trägst du zudem eine Elektroweste (beim Florett und Säbel), damit die Trefferanzeige weiß, wann die gültige Trefffläche berührt wurde.
Für wen ist Fechten geeignet?
Ein Sport für Strategen und Sprinter
Fechten ist ein Ganzkörpertraining, das niemanden ausschließt. Du brauchst keine Bodybuilder-Statur, sondern vor allem Konzentrationsfähigkeit, schnelle Reflexe und eine gute Portion taktisches Verständnis. Es fördert die Koordination und das Gleichgewicht massiv.
Vom Schulkind bis zum Senior
In Österreich bieten viele Vereine Kurse für Kinder ab etwa sieben oder acht Jahren an, da in diesem Alter die motorischen Grundlagen ideal geschult werden können. Aber auch für Späteinsteiger ist Fechten wunderbar geeignet: Es hält den Geist wach und den Körper beweglich. Da es ein kontaktloser Kampfsport ist (man berührt nur mit der Waffe, nicht mit dem Körper), ist das Verletzungsrisiko überraschend gering.
Geschichte der Sportart
Das Fechten hat eine tiefe Tradition, die sich vom mittelalterlichen Gerichtszweikampf und dem aristokratischen Duellwesen zum modernen olympischen Sport entwickelt hat. Bereits bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 war Fechten Teil des Programms.
In Österreich blickt der Fechtsport auf eine stolze Geschichte zurück. Besonders Wien und Graz waren Zentren der Fechtkunst, und bis heute bringen österreichische Fechtclubs regelmäßig Talente hervor, die sich auf internationalem Parkett behaupten. Es ist eine Sportart, die ihre ritterlichen Wurzeln in Form von Fairness und Etikette stolz weiterträgt.
Galerie
FAQs
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Ja, Fechten gehört zu den Gründungsportarten der modernen Olympischen Spiele und ist seit 1896 (Athen) ununterbrochen im Programm. Heute werden bei Olympia insgesamt zwölf Wettbewerbe ausgetragen – jeweils Einzel- und Mannschaftskämpfe für Frauen und Männer in den drei Disziplinen Florett, Degen und Säbel.







